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Windkraftanlagen und Freiflächenfotovoltaik-Anlagen


23.11.2009

 

 
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
Kernkraft, CO2-Einsparung, regenerative Energien, Biomasseanlagen, Windräder und Freiflächenfotovoltaik-Anlagen ..., die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden – alles Schlagworte, die Gegenstand der täglichen Berichterstattungen in den Medien sind.
 
1. Geplanter Windpark auf Dipbacher Gemarkung
 
Über den geplanten Windpark auf Dipbacher Gemarkung habe ich bereits im Amtsblatt berichtet. Lärm- und Schattenwurfgutachten liegen vor und lassen keine nennenswerten Beeinträchtigungen für unsere Gemeinde erkennen. Dass alle Standorte in gewisser Weise zukünftig das Landschaftsbild durch Windenergieanlagen (WEA) prägen werden, soll weder verharmlost noch verniedlicht werden. Sie erfordern Sicherheitsabstände und benötigen Zuleitungen und Zufahrtswege. Eine natur- und umweltverträgliche Einbindung ist bei der Standortwahl sicherzustellen. Die bestehenden Grenzwerte sind einzuhalten.
Der Gesetzgeber hat die Windenergieanlagen als sog. „privilegierte Vorhaben“ eingestuft, die nach § 35 des Baugesetzbuches im Außenbereich grundsätzlich zulässig sind, sofern öffentlichen Belangen (z.B. Belange der Natur- und Landschaftspflege, die natürliche Eigenart der Landschaft, Einhaltung von Grenzwerten etc.) dem nicht entgegenstehen. Dies wird von allen Trägern öffentlicher Belange geprüft. Hier geht es darum, den nicht allzu großen Einfluss der Gemeinde trotzdem zur Geltung zu bringen.
Zusätzlich habe ich beim zuständigen Planungsbüro eine Fotosimulation beantragt, um die Wirkung und die geplanten Standorte besser einschätzen zu können. Sobald diese vorliegen, werde ich wieder davon berichten.
Von diesem Windpark, der auf Dipbacher Gemarkung steht, hat die Gemeinde weder Einnahmen noch sonstige Vorteile.
 
2. Anfrage der Unterfränkischen Überlandzentrale nach möglichen Standorten in der Gemarkung Schwanfeld.
 
Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vom 10.11.2009 wurde dieser Tagesordnungspunkt besprochen und vom Betriebsleiter der ÜZ, Herrn Bock, sehr fachkundig per Beamer- Präsentation erläutert..
Sofern Einvernehmlichkeit in der Gemeinde und dem Gemeinderat zu erzielen wäre, würde die ÜZ verschiedene Standorte mit entsprechenden Messungen und Gutachten untersuchen. Hier könnte die Gemeinde Einfluss in der Gestaltung nehmen.
Grundsätzlich würden vorrangig – sofern vorhanden – Gemeindegrundstücke berücksichtigt.
 
Vorgestellt wurden folgende mögliche Bereiche:
  • Variante 1: Im Anschluss an die Dipbacher Gemarkung am Obereisenheimer Berg
  • Variante 2: Zwischen den Waldabteilungen Henach und Tasche (Richtung Eßleben)
  • Variante 3: An der Luisenhöhe
 
Nach eingehender und sorgfältiger Beratung wurde seitens des Gemeinderates der Standort Variante 2 (zwischen den Waldabteilungen Henach und Tasche) favorisiert.
Insgesamt lagen den Entscheidungen umfangreiche Überlegungen zugrunde:
 
  • Windenergieanlagen sind klar auf dem Vormarsch, wobei in der Regel die Investoren und Betreiber in den Gemeinden eher unbekannt sind, während bei uns im konkreten Fall die ÜZ als ortsansässiger Stromanbieter Verlässlichkeit garantiert.
  • Dem Besucher unserer Gemeinde sind die Gemarkungsgrenzen eher unbekannt, d.h. wenn rund um Schwanfeld Windenergieanlagen gebaut würden, müsste die Gemeinde zwar damit leben, hätte jedoch weder Gewerbesteuereinnahmen als Entlastung für Bürgerinnen und Bürger, noch sonstige Vorteile.
  • Die Variante 2 liegt relativ weit vom Ort entfernt und hat auch einen entsprechenden Abstand zur Nachbargemeinde.
 
Aus vielerlei Gründen hat sich deshalb Gemeinderat und Bürgermeister für die genannte Variante ausgesprochen. Sofern nähere Details vorliegen, werde ich wieder informieren.
 
In aller Klarheit möchte ich betonen, dass wir die Fragen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst nehmen und jederzeit bemüht sind, diese zu beantworten oder zu klären. Einige – aus meiner Sicht positive – Gespräche durfte ich bereits führen. Ich durfte weiterhin feststellen, dass u.U. aufgrund fehlender Fakten ein falsches Bild sowohl in technischer wie auch gesetzlicher Hinsicht entstand.
 
Auch einer Informationsveranstaltung steht die ÜZ-Lülsfeld, der Gemeinderat und Bürgermeister sehr aufgeschlossen gegenüber, wobei dafür allerdings schon gewisse Untersuchungen vorliegen müssen, damit auch Fragen beantwortet werden können.
Sprechen Sie uns an, wir wollen mit Ihnen im Gespräch Unklarheiten beseitigen und eine Lösung für alle Bürgerinnen und Bürger, sowie der Gemeinde finden.
 
Ihr
Richard Köth
1. Bürgermeister
 
 


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