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Tobias Burger in Jordanien


23.09.2012

Tobias Burger - Respekt und Anerkennung für hohen persönlichen Einsatz

In den letzten Tagen hat mich eine Nachricht unseres Mitbürgers Tobias Burger erreicht, der momentan wieder humanitäre Hilfe – diesmal in Jordanien – leistet. Gerne lasse ich Sie an den aufregenden und sicher nicht ungefährlichen Erlebnissen teilhaben:
 
 
Hallo zusammen,
 
hier kommt mal ein Zwischenbericht aus Jordanien.
Ich bin nach erschwerten Bedingungen gut angekommen. Bei der Einreise nach Jordanien in Amman hat mich der Zoll für 3 Stunden festgehalten, weil die Funkgeräte nicht eingeführt werden dürfen und der jordanische Geheimdienst in die Zargesboxen schauen wollte und ich keinen Schlüssel hatte. Nach langen Verhandlungen und so ca. 8-10 Menschen um mich, beschloss ich, die Kisten aufzubrechen. Mit dem Multitool war das ganz schön schwierig und ich landete auch gleich beim ersten Schloss beim Geheimdienst in den Armen. Ab da war das Eis gebrochen und es war eine sehr angenehme Stimmung. Aber das änderte nicht, dass ich die Funkgeräte nicht mitnehmen durfte und mein Chef war zwischenzeitlich auch da und der hat sie auch nicht bekommen.
 
Nach 2 Stunden Schlaf ging es dann ins Camp. Es ist sehr heiß und es steht mitten in der Wüste, der Sand ist so fein wie Staub. Es kommen regelmäßig Sandstürme und ich hatte auch schon das Erlebnis in einem zu stehen. Das war richtig heftig. Meine Aufgabe ist es, Trinkwasserstationen zu bauen und die Bauüberwachung von Waschgelegenheiten, die aus 5 Duschen, 5 Toiletten, einem großen Waschbecken und 5 Duschwannen, in dem die Kleider gewaschen werden, bestehen. Zusätzlich bekam ich jetzt noch die Aufsicht und Betreuung des THW-Lagers mit Einteilung der Fahrzeuge, Radlader und Kipper.

Der tägliche Verbrauch an Trinkwasser ist ca. 840.000 Liter, und der Verbrauch wird in den nächsten 2 Wochen auf 1.000.000 Liter ansteigen. Zu meinem Team gehören 2 Lagerarbeiter , 1 Lkw-Fahrer, 2 Vorarbeiter, 2 Radlader-Fahrer und 14 Arbeiter. Ich müsste mal mit dem THW verhandeln, dass ich nach Kilometern bezahlt werde. Das Camp ist riesig - es wird zurzeit für 150.000 Flüchtlinge gebaut, kann aber von der Fläche nochmal für 150.000 erweitert werden. Jetzt kommen wieder viele Flüchtlinge, da der Vollmond vorbei ist. Bei Vollmond ist es für die syrischen Flüchtlinge sehr gefährlich, da sie leicht gesehen werden können und das Militär von Syrien das dann mit ganzer Härte verhindern will ohne Rücksicht, wie man auch oft sieht wenn sie ankommen.

Es ist echt sauanstregend, aber es macht auch Spaß, hier wirklich Tausenden zu helfen, auch wenn der Streß und der Wettlauf mit der Zeit sehr hoch ist, um da mithalten zu können.
Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit bis wir uns wiedersehen, und ich melde mich wieder
In shala und salam
Euer Tobi
 
Wir wünschen Tobias Burger viel Erfolg bei seinem nicht leichten Einsatz zum Wohl unzähliger Menschen in Jordanien. Vor allem aber wünschen wir ihm, dass er wieder gesund und munter bei seiner Familie und in unserer Dorfgemeinschaft ankommt.
 
Richard Köth
1. Bürgermeister

 



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