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Begegnung zwischen Freunden


11.06.2007

„Die römischen Verträge- ein großer Schritt zur europäischen Staatsbürgerschaft“ – unter diesem Motto fand in diesem Jahr die Partnerschaftsbegegnung zwischen Schwanfeld und der französischen Partner-gemeinde Aubigny in der Vendée statt.

In der seit 1990 bestehenden Partnerschaft wurden die regelmäßigen Treffen längst zu Begegnungen zwischen Freunden. In ihrer gemeinsamen Rede würdigten die beiden Vorsitzenden der Partnerschafts-vereine Gisèle Tesson aus Aubigny und Gerlinde Bausenwein aus Schwanfeld die Bedeutung der Römi-schen Verträge für die europäische Einigung. „Mit der europäischen Einigung ist ein Traum früherer Generationen Wirklichkeit geworden. Unsere Geschichte mahnt uns, dieses Glück für künftige Generationen zu schützen“, zitierten sie aus der Präambel der Berliner Erklärung, die anlässlich des 50 Jahrestages der Römischen Verträge verfasst wurde. Für dieses Ziel versprachen beide sich weiterhin gemeinsam einzusetzen. Bürgermeister Jean Lardière betonte die Bedeutung der Partnerschaft für die Friedensbewahrung und sagte allen, die sich für die Partnerschaft engagieren seine uneingeschränkte Unterstützung zu. In einem geschichtlichen Rückblick zeigte Bürgermeister Hans-Georg Eichelbrönner den Weg der europäischen Einigung auf.

Auf besonderes Interesse stieß bei den Schwanfelder Gästen eine von Bürgermeister Lardière geführte Rundfahrt durch die aufstrebende Gemeinde Aubigny. Mit ehemals rund 2000 Einwohnern vergleichbar mit Schwanfeld, wuchs sie seit 1999 um über 30 % auf 3313 Einwohner. Durch die neue Anbindung an die Autobahn und das Engagement der Verantwortlichen in der Gemeinde konnten zahlreiche Projekte in Angriff genommen werden. Ein 10ha großes Gewerbegebiet ist bereits sehr gut besiedelt, unter anderem haben sich große deutsche Firmen wie das Logistikunternehmen DHL und Nordex, ein Hersteller von Windenergieanlagen, Aubigny als Standort gewählt. Eine neue Kläranlage, eine Schule für 600 Schüler und ein Altersheim sind bereits in Bau bzw. in Planung. Worüber man bei uns noch diskutiert, wird in Aubigny bereits realisiert: Für 72 Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren wird eine Kindertagesstätte gebaut, die Kosten belaufen sich auf 1Mio €. Die Leistung wird ganzjährig, auch in den Ferien angeboten. Die Gemeinde erhält 50% Subventionen für den Bau und muss 40% der Personalkosten tragen.

Sehr informativ auch das weitere Programm:

In der Bibliothek wurde den Besuchern eine Bilderausstellung über die Entwicklung der Europäischen Einigung präsentiert. Bei einem Europaquiz konnte man sein Wissen testen. In ihrer vielseitig nutzbaren Mehrzweckhalle präsentierten die Gastgeber ihre Auszeichnung, die sie als sportlichste Gemeinde des Loiregebietes erhielten. Mit einem Konzert unterhielt die Philharmonie aus La Roche sur Yon Gäste und Gastgeber im Haus der Vereine. Bei einem Ausflug nach Brem sur Mer beschäftigten sich die Teilnehmer am Beispiel Austernzucht und Weinbau mit den besonderen ökonomischen und ökologischen Gegebenheiten an der Atlantikküste der Vendée. In Brem sur Mer besichtigte man die romanische Kirche Saint Nicolas, die älteste Kirche der Vendée, deren Ursprung bis in das 11. Jahrhundert zurückreicht. Nach dem gemeinsamen Frühstück hieß es nach ereignisreichen Tagen Abschied nehmen. Klar, dass es beim Abschied hieß: Au revoir, auf Wiedersehen im nächsten Jahr in Schwanfeld.

 

 

 

Gäste und Gastgeber vor der romanischen Kirche

Saint Nicolas de Brem, deren Ursprünge man auf das Jahr 1020 datiert.

 

(Bericht und Bild von Helmut Bausenwein)



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