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Einweihung und Eröffnung des neuen Museums am 16.10.2010


11.10.2010

 

 

  
 

 
Eröffnung unseres neuen Museums
 
 
Liebe Senioren, Familien, Kinder und Jugendliche,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
 
Der 16. Oktober 2010 wird sicher in der Dorfgeschichte Schwanfelds ein wichtiges Datum werden.
 
Die Eröffnung und Segnung des neuen Museums beginnt am Samstag um 11.00 Uhr im Fröhrshof.
 
Zahlreiche Gäste aus nah und fern haben ihr Kommen bereits zugesagt.
 
Viele Einzelpersonen, Gruppen und Vereine bereiten mit großem Engagement diesen Tag vor – ihnen allen bereits an dieser Stelle meinen herzlichen Dank für die vorbildliche Arbeit – um allen Besucherinnen und Besuchern einen schönen und unvergesslichen Tag in Schwanfeld zu bereiten.
 
Ich lade Sie deshalb – mit Familie, Verwandten und Freunden - alle nochmals ganz herzlich zur Eröffnung ein.
 
Ebenfalls bereits an dieser Stelle danke ich allen beteiligten Büros und Firmen für die geleistete Arbeit – Sie, liebe Leserin und Leser, werden beim Besuch des Museums begeistert sein.
 
 
 
Nachfolgend darf ich Prof. Dr. J. Lüning zu Wort kommen lassen, der mit Herzblut maßgeblich am Zustandekommen dieses Museums beteiligt ist und war – ohne den dieses Museum nicht die Qualität hätte erreichen können, auf die wir sehr stolz und für die wir sehr dankbar sind:
 
Liebe Schwanfelderinnen und Schwanfelder,
 
Das neue "Bandkeramik-Museum" hat viele Väter und Mütter. Insbesondere Sie alle, die Sie als Mitglieder der Gemeinde oder in überwältigender, tätiger Mitarbeit dieses kostbare neue Haus mit geschaffen haben.
Eine ganze Reihe von Schwanfeldern ist im Museum im Bilde zu sehen, wie sie mit steinzeitlichen Sicheln, Mörsern und Getreidemühlen umgehen, gekleidet in bandkeramische Tracht mit Hüten und unerwartet raffinierten Frisuren.
Und unseren Ehrenbürger, den Abt Dr. Siegfried Hertlein, können Sie sogar als Filmschauspieler bewundern.
 
Im Museum nehmen Sie hautnah teil an der "Neolithischen Revolution", an der größten Umwälzung, die es in der Menschheitsgeschichte gegeben hat. Nachdem die Menschen über 2 Millionen Jahren lang als Jäger und Sammlerinnen gelebt hatten, wurden sie nach der letzten Eiszeit ziemlich plötzlich seßhafte Bauern mit Landwirtschaft und Viehzucht. Sämtliche – buchstäblich alle – Lebensumstände änderten sich für die Sammlerinnen und Jäger, die sich zum "Neuen Leben" bekehren ließen.
 
Und als Mitglieder der frühbäuerlichen "Bandkeramischen Kultur" in Mitteleuropa waren die ersten seßhaften Schwanfelder vor 7500 Jahren aktiv dabei.
 Im Museum können Sie auf ihren Thronen sitzen, die wir nach Tonfiguren nachgearbeitet haben. Sie können Ihre Kleider und Hüte anprobieren und sich damit fotographieren lassen.
Das ist eine Premiere in den deutschen Museen, die die Bandkeramik ausstellen.
 
Und es gibt noch andere Uraufführungen: Erstmals wird der Inhalt eines "Geschirrschrankes" der Ältesten Bandkeramik gezeigt, und zwar die Originalfunde und zusätzlich getöpferte und gebrannte, also neuwertige Nachbildungen, die die alte Keramik in neuem Glanze zeigen. Eine andere Premiere und eine Augenweide für alle Kunstfreunde ist eine mit viel Mühe zusammengetragene Sammlung berühmter bandkeramischer Tonfiguren, diese als Abguss der Originale und in einer getöpferten, ergänzten Nachbildung.
Eine wahre Sensation – auch für die Wissenschaft – ist schließlich die erste steinerne Plastik der bandkeramischen Kultur: Ein 60 cm großes Bildnis von – wenn meine Eindruck mich nicht täuscht ­– einem Stierkopf. Schauen Sie selbst.
 
 
Für mich ist das neue "Bandkeramik-Museum" die Krönung eines Forschungsprojektes, das ich vor über 30 Jahren begonnen habe. Mit den Ausgrabungen in Schwanfeld (1979-1985 und 2003) erbrachte es den wichtigsten der damals untersuchten 12 Fundplätze der Ältesten Bandkeramik.
Deswegen bin ich dankbar für die Möglichkeit, die wissenschaftlichen Ergebnisse des gesamten Projektes gerade in Schwanfeld der breiten Öffentlichkeit vorführen zu können. Und das mit einer neuartigen Museumskonzeption, die Ihnen hoffentlich gefallen wird: In verständlicher Sprache und moderner Inszenierung ein vielfältiges „Original-Repliken-Mitmach- und Anfassmuseum“, das es in dieser Konsequenz noch nicht gibt.
 
Kommen Sie in das Museum und machen Sie es sich zu Eigen: Denn dort stehen Sie vor den ersten Menschen, die sich in Schwanfeld niedergelassen haben, um hier sesshaft zu leben, wie wir es heute noch tun. Nur 300 Menschengenerationen trennen uns von ihnen, sie sind uns also ganz nahe!
 
 
Ja liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
... soweit Prof. Dr. J. Lüning.
 
Persönlich und seitens der Gemeinde Schwanfeld danke ich Herrn Prof. Lüning von Herzen für seine großartige Leistung und darf meinen großen Respekt und Anerkennung zum Ausdruck bringen.
Das gilt auch für seine Helferinnen und Helfer.
 
Nun noch einiges Organisatorisches:
 
·      Ich bitte die Anlieger um Verständnis, dass wir die Pfarrgasse sperren müssen.
·      Wir bieten im Rahmen des Festbetriebes nach der offiziellen Eröffnung Gelegenheit zum Mittagessen und sorgen auch danach für Ihr leibliches Wohl (Esswaren, Getränke, Kaffee & Kuchen etc.).
·      Nach der Eröffnung werden Führungen angeboten – auch Herr Prof. Lüning und Frau Sauer-Hauck, Dipl.-Ing. (FH) – Gestalterin, werden zum neuen Museum aus ihrer Sicht informieren.
·      Das neue Museum ist auch am Sonntag, 17.10.2010 ab 10.00 Uhr /nach dem Gottesdienst) geöffnet und ab 13.00 Uhr stehen die freiwilligen Helferinnen und Helfer in den Versorgungsständen für Ihr leibliches Wohl bereit. Auch die Mitmachstationen sind ab 13.00 Uhr besetzt.
·      Der Eintritt ins neue Museum ist an den beiden Eröffnungstagen frei.
·      Gestatten Sie mir, nochmals an die Beflaggung der Häuser zu erinnern.
 
Zum Schluss noch mal das Programm in Kürze:
 
11.00 Uhr     Beginn der Eröffnungsfeier
                    - danach ist das neue Museum geöffnet
                    - Angebot Mittagessen – Festbetrieb – Informationstafeln –
Präsentationen
 
13.00 Uhr     Die „Mitmachstationen“ laden zur Teilnahme ein (u.a. Schiebemühlen, Mörser-Einsatz, Frisuren, Holzbearbeitung, Brot aus dem Steinzeitofen etc.)
14.00 Uhr     Museumsrundgang und weitere Erläuterungen durch Herrn Prof. Lüning und Gestalterin, Frau Sauer-Hauck (Innenarchitektin)
 
Ausschließlich allen Beteiligten am neuen Museum – in der Konzeptionsphase, der Planung, der aktiven Mithilfe, sowie der Ausrichtung und Durchführung der Eröffnung danke ich persönlich und namens des Gemeinderates von Herzen.
 
Ihr Richard Köth
1. Bürgermeister
 
 
 
Öffnungszeiten des neuen Museums
 
Das neue Museum ist an jedem Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
 
Gruppenführungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind nach Voranmeldung möglich.
 
Bei Bedarf melden Sie sich bitte bei der Verwaltungsgemeinschaft während der üblichen Öffnungszeiten (Tel. 09384/9730-0), im Rathaus (09384/9717-0) oder per E-Mail an info@schwanfeld.de oder richard@koeth-schwanfeld.de.
 
 
 

 



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